Unfallversicherung-Ratgeber.de: Ihr Ratgeber für die private Unfallversicherung 

Home ] Inhalt ] Private Unfallversicherung ] [ Gesetzliche Unfallversicherung ] Unfallversicherung: Versicherungsvergleich ] Grundfähigkeitsversicherung ] Schadensanzeige: private Unfallversicherung ]

 

Die gesetzliche Unfallversicherung

Gesetzliche Unfallversicherung: Otto von Bismarck  

Die Geburtsstunde der gesetzlichen Unfallversicherung ist das Jahr 1884: 1884 erhielten Arbeitnehmer durch das Unfallversicherungsgesetz einen Anspruch auf Schadensersatz, wenn ihr Arbeitgeber schuldhaft einen Arbeitsunfall verursacht hatte. Der Leistungsanspruch besteht gegenüber der Berufsgenossenschaft, die dem Arbeitgeber zugeordnet ist.

Nach und nach wurden die Ansprüche der Arbeitnehmer an die gesetzliche Unfallversicherung weiter ausgebaut: Heute erhalten Arbeitnehmer auch Leistungen wenn Eigenverschulden vorliegt.

Zudem sind heute auch Schüler, Studenten und Kinder, (nur) während sie eine öffentliche Einrichtung (Schule, Universität und Kindergarten) besuchen, unfallrechtlich abgesichert.

Otto von Bismarck: Deutscher Reichskanzler während der Verabschiedung des Unfallversicherungsgesetzes (Gesetzliche Grundlage der gesetzlichen Unfallversicherung) im Jahre 1884

  Gerade für Kinder ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung daher besonders wichtig: Neben der sehr empfehlenswerten Grundfähigkeitsversicherung ist sie die einzige Möglichkeit eine finanzielle Absicherung für den Invaliditätsfall zu schaffen.

Hausfrauen und Rentner hingegen genießen keinen Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung. Eine Vorsorge ist also dringend notwendig, da die meisten Unfälle in der Freizeit oder im Haushalt passieren. Hier finden Sie weitere Informationen: Statistik: Wo passieren Unfälle?

Die Unterschiede der gesetzlichen und privaten Unfallversicherung
Merkmale gesetzliche Unfallversicherung private Unfallversicherung
Leistung nach Sozialgesetzbuch (SGB) Versicherungsvertraglichen Regelungen: Allgemeine Unfall-Versicherungsbedingungen (AUB)
Versichert ist jeder Unfall bei Ausübung der Tätigkeit und der direkten Wege jeder Unfall nach den AUB
Träger Berufsgenossenschaften Versicherungsunternehmen
Versicherungspflicht ja, durch Arbeitgeber allein nein, freiwillige Zusatzversicherung
Beitragszahlung 100% AG oftmals 100% AN, teilweise Zuschuss vom AG
Beitragshöhe Betriebsartenabhängig Summen- und Leistungsartenabhängig
Versicherte Personen alle Arbeitnehmer, sowie Studenten, Schüler und Kinder, während dem Aufenthalt in öffentlichen Einrichtungen nur Personen für die eine private Unfallversicherung abgeschlossen wurde
Zeitraum des Versicherungsschutzes während der Arbeitszeit und auf dem dirkten Weg zum Arbeitsplatz üblich: 24-Stunden-Schutz
Örtliche Geltung in der Regel Deutschland in der Regel weltweit
Leistungsbeschränkungen bestehen beim Zusammentreffen mit der gesetzlichen Rente keine Leistungsbeschränkungen

Die Ziele der gesetzliche Unfallversicherung haben sich im Laufe der Zeit gewandelt: Heute liegt der Schwerpunkt auf der Abwehr arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren, der Unfallverhütung und der Reduktion des Risikos einer Erkrankung an einer Berufskrankheit.

Zu den Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung zählen daher:

  • Verhütung von Unfällen am Arbeitsplatz und auf dem Weg zum Arbeitsplatz

  • Verhütung von Berufskrankheiten am Arbeitsplatz

  • Heilbehandlung und Rehabilitation von Verletzten und Berufserkrankten

  • Finanzielle Absicherung nach Eintritt eines Arbeitsunfalls bzw. einer Berufskrankheit

  • Unterstützung von Hinterbliebenen

 

Home ]

Senden Sie Ihre E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: ims(at)vsp.ag

Wissenswertes über Fertigparkett
Eine Rechtsschutz-Versicherung übernimmt die Kosten für Rechtsanwalt, Gutachter und Gerichtskosten, sowie Zeugengelder und zahlreiche wichtige weitere Angelegenheiten, die bei einem Gerichtsverfahren wichtig sind.